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Sicherungs-Technik wirkt

Dies ist das Fazit der „Kölner Studie”* aus dem Jahr 2006. Bei dieser Studie werden Wohnungseinbrüche in Köln einer systematischen Erhebung unterzogen. In unregelmäßigen Abständen wertet das „Kriminalkommissariat Vorbeugung“ der Kölner Polizei alle gemeldeten Einbrüche aus und leitet daraus unter anderem die Einstiegswege und Tatzeiten ab.

Die Aussage „Sicherungstechnik wirkt!“ leitet sich daraus ab, dass fast die Hälfte der Einbruchsversuche (43,8 Prozent) an vorhandenen, technischen Sicherungen scheitert. Eine weitere Kernaussage der Studie lautet: Einbrecher bevorzugen Terrassen- und Balkontüren, dann folgen die Fenster. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie im folgenden Text, der die Fragen „Wann, bzw. wo und wie wird eingebrochen“ beantwortet

Wann wird eingebrochen?

Immer wieder Samstags
Fest steht, dass sich Einbrüche zum Wochenende häufen – insbesondere am Samstag. Da an diesem Tag viele Freizeitaktivitäten und der klassische Wochenendeinkauf auf dem Programm stehen, sehen Einbrecher hier ihre besten Chancen.

Besondere Gefahr in den dunklen Wintermonaten
Am häufigsten wird in den Wintermonaten eingebrochen, in den Monaten also, in denen es abends früher dunkel wird. Täter agieren gerne in der Dunkelheit, da hier das Risiko, entdeckt zu werden, kleiner ist. Der Monat mit der höchsten Einbruchsbelastung ist der November.

Auch Einbrecher schlafen nachts
Auch wenn Einbrecher am liebsten in der Dunkelheit agieren, so bedeutet dies nicht, dass Sie in der tiefen Nacht aktiv sind. Die Haupttatzeit liegt sowohl bei den Einfamilienhäusern (EFH) als auch bei den Mehrfamilienhäusern (MFH) im Zeitraum zwischen 16 und 22 Uhr. Rund 56 Prozent (EFH) bzw. 50 Prozent (MFH) der Einbrüche geschehen in diesem Zeitfenster.

Wo und wie wird eingebrochen?

Rund 80 Prozent der in Köln erfassten Wohnungseinbrüche passieren in Mehrfamilienhäusern, was auch an der hohen Dichte der Mehrfamilienhäuser im Untersuchungsgebiet liegt. Trotz dieser Relativierung verdeutlicht dies, wie nichtig Aussagen à la “Bei mir ist eh nichts zu holen” oder “Eingebrochen wird nur in noblen Gegenden” sind. Durch die hohe Anonymität in Mehrfamilienhäusern wird ein Täter oft nicht als solcher erkannt. Es fehlt die soziale Kontrollfunktion. Zudem sind die wenigsten Täter Profis. Gerade bei der Beschaffungskriminalität geht es vielmehr darum, eine günstige Gelegenheit wahrzunehmen.

Wer ist gefährdet?
Laut Statistik liegt das Risiko, in einem Einfamilienhaus Opfer eines Einbruchs zu werden, rund 19 Prozent höher als in einem Mehrfamilienhaus.

Die Schwachstellen bei Einfamilienhäusern
Bei Einfamilienhäusern wählen Einbrecher bevorzugt den Einstieg über Fenstertüren (49,45 Prozent) und Fenster (36,6 Prozent). Über 85 Prozent der Einbrüche erfolgen also über diese bekannten Schwachstellen. Damit ist im Vergleich zur Studie aus dem Jahr 2001 ein leichter Anstieg festzustellen. Warum sollte sich der Einbrecher auch mit der Haustür beschäftigen, wenn er ein „normales“ Fenster mit einem einfachen Schraubendreher in weniger als 10 Sekunden fast geräuschlos aufhebeln kann. Bei rund 77 Prozent der Einbrüche über Fenster und Terrassentüren hebelt der Täter das Element an der Band- oder Schließseite auf. Dabei werden nicht nur die Fenster an der Hausrückseite gewählt. Auch an der Straße und im ersten Geschoss liegende Fenster sind beliebte Einstiegswege.

Die Schwachstellen bei Mehrfamilienhäusern
War bei der letzten Untersuchung noch die Wohnungstür der gängigste Einstiegsweg bei den Einfamilienhäusern, dringen laut der aktuellen Untersuchung nur noch rund 36,12 Prozent der Täter über diesen Weg ein. Der Einbruch über Fenster und Fenstertüren kommt auf 62,73 Prozent. Fenster und Terrassentüren stellen in der Regel ein geringeres Hindernis dar und liegen meist auf der Rückseite eines Gebäudes. Hier ist die Wahrscheinlichkeit, entdeckt zu werden, geringer. Dass rund 50 Prozent der Einbrüche in Mehrfamilienhäusern über das Erdgeschoss erfolgen, erklärt ebenfalls diesen Trend. Zwar gibt es auch Täter, die gerne klettern, ab dem dritten Stock ist jedoch auch einem Einbrecher das Risiko zu hoch, sich durch einen möglichen Sturz Verletzungen zuzuziehen.

Schwachstellen beseitigen!
Schutz für Fenster und Terrassentüren. Um Terrassentüren und Fenster gegen unerwünschte Besucher zu sichern, gilt als Faustformel: pro laufendem Meter Fenster eine Zusatzsicherung. Es muss dabei sowohl die Schließseite (dort wo der Fenstergriff sitzt) als auch die Scharnierseite gesichert werden. Schutz für Türen

Die Basis für eine sichere Tür bilden ein Schutzbeschlag, ein Sicherheitsschließblech und ein Schließzylinder mit Sicherungskarte. Der mechanische Grundschutz wird durch die fachgerechte Montage eines Panzerriegelschlosses, alternativ durch den Einsatz eines Türzusatzschlosses und einer Scharnierseitensicherung erreicht. Bei der Absicherung einer Tür ist auch auf die Beschaffenheit des Elements zu achten. Besteh die Türfüllung nur aus Wellpappe, sollte man über die Neuanschaffung einer Sicherheitstür nachdenken.

Intelligente Sicherheitslösungen!
Die Polizei hat in vielen deutschen Städten spezielle Beratungsstellen eingerichtet. Diese haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Bürger rund um das Thema Sicherheit zu beraten. Die Berater nehmen auf Wunsch auch Hausbesuche vor und erstellen gemeinsam mit dem Bewohner eine Schwachstellenanalyse. In vielen Bundesländern ist dieser Service noch kostenlos. Eine polizeiliche Beratungsstelle in Ihrer Nähe finden Sie unter www.polizei.propk.de. Alternativ können Sie über unsere Fachhandelssuche herausfinden, welcher Händler in Ihrer Nähe Partner von ABUS für den Gratis-Sicherheitscheck ist. Auch hier erhalten Sie eine objektive Schwachstellenanalyse ohne jegliche Verpflichtungen. Vorab können Sie sich auch auf unserer Webseite schlau machen, mit welchen Sicherheitslösungen ABUS den Einbrechern das Leben schwer macht. So z.B. mit dem Fenster-Sicherungssystem FKS 208, das Fenster auch im gekippten Zustand sichert: bei fast jedem 8. Einbruch über Fenster oder Terrassentüren standen diese auf Kipp - und waren damit versicherungsrechtlich offen.

Fazit

Bei den Vorgehensweisen der Einbrecher zeigt sich eindeutig, dass das Aufhebeln von Fenstern, Terrassentüren und Türen die gängigste Einbruchsmethode darstellt. Also gilt es, die Schwachstellen in den eigenen vier Wänden auszuloten und auszuschalten. Sichern Sie sich ab, damit auch bei Ihnen das gute Gefühl der Sicherheit Einzug hält!

Anmerkung:
Da die „Kölner Studie“ ausschließlich den Raum Köln analysiert hat, ist es schwierig, verbindliche Rückschlüsse der Fallzahlen auf Bundesebene zu ziehen. Jedoch gelten die Erkenntnisse über die Arbeitsweisen und Einstiege der Täter auch für andere Städte und Bundesländer. Im Gegensatz zu anderen “regionalen Gepflogenheiten” gibt es auf diesem Gebiet kaum Unterschiede. *Quelle: “Kölner Studie 2006” – Herausgegeben vom Polizeipräsidium Köln / Direktion Kriminalitätsbekämpfung (KK 61 / Kriminalprävention)

Hinweis:
Dieser Text wurde mit freundlicher Genehmigung der Fa. ABUS zur Verfügugung gestellt. Weitere Informationen erhalten Sie direkt auf der Internetseite www.Abus.de

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